Nach dem Ende - Architektur zwischen Katastrophe und Wiederaufbau

Die Ausstellung stellt architektonische Hilfsprojekte vor, die in Folge des Erdbebens und des Tsunami an der japanischen Nordostküste (Tohoku) 2011 entstanden. Die kleinen, oftmals „low cost“ und temporär errichteten Bauten und Gemeinschaftshäuser orientieren sich an der Alltagspraxis der Bewohner Tohokus und zeigen im Kontext des Wiederaufbaus eine Verbindung zwischen räumlicher Gestaltung und gesellschaftlicher Rehabilitation auf. Gleichzeitig stehen sie beispielhaft für die jüngsten Entwicklungen der japanischen Architekturgeschichte, in der seit dem Kobe Erdbeben 1995 ein vermehrtes Interesse an humanitären Projekten zu beobachten ist.
Ingrid Mackensen

Vernissage
Donnerstag, 06. Juli 2017 um 18:30
Ausstellungsdauer
06.07.2017 - 12.07.2017
Öffnungszeiten
Wochentags 17.00 - 19.00 Uhr
Ort : low cost lab
TUM Baustoffsammlung Raum N0160
Theresienstrasse 90, 80333 München


Nachhaltige Bodennutzung

Vortragsreihe mit Podiumsdiskussion

Warum wird deutschlandweit Jahr für Jahr eine Fläche der annähernden Größe des Stadtgebiets Münchens neu verbraucht? Woher kommen die Vorbehalte gegenüber einer Innenverdichtung, wenn gleichzeitig die Altstadtviertel mit ihren extrem hohen Dichten zu den beliebtesten Vierteln zählen? Nachverdichtung, Funktionsmischung und Bremsung der rasanten Kostenentwicklung hängen eng mit der effizienten Nutzung der begrenzt verfügbaren Ressource Boden zusammen. Je nach Lage macht der Bodenpreis einen großen Teil des Miet- bzw. Kaufpreises von Immobilien aus und ist für die Bezahlbarkeit von Lebensraum ein entscheidender Faktor.
In der Veranstaltungsreihe an der TUM werden Visionen für eine zukünftige Bodenordnung diskutiert, die zu einer neuen Qualität einer kompakten, urbanen Stadt der kurzen Wege mit kleinteiligen, soziokulturell- und nutzungsgemischten und lebendigen Quartieren unter Beteiligung aller Bevölkerungsgruppen am Allgemeingut Bodennutzung führen kann.

Die Vorträge und die Podiumsdiskussion finden im Vorhölzer Forum der Fakultät für Architektur der TU München in der Arcisstraße 21, 80333 München, im 5.OG statt.
Der Eintritt ist frei.

Weitere Informationen, Literaturhinweise und Links zum Thema finden Sie auf der Seite des gleichnamigen Moduls:

Die Veranstaltungsreihe wird unterstützt von:
Stiftung kulturelle Erneuerung
Hans Sauer Stiftung
Schnitzer&
Fakultät für Architektur TUM

#1 Donnerstag, 4. Mai 2017 um 18:30 Uhr
Fritz Andres, Kirn
Wenn der Boden knapp wird …
Gedanken zu Effizienz und Verteilungsgerechtigkeit der Bodenordnung.

Knappheit stellt bei Boden wie bei anderen Ressourcen erhöhte Anforderungen an eine effiziente Nutzung. Und sie schafft oder verschärft Verteilungskonflikte, die den Frieden in der Gesellschaft und zwischen Staaten gefährden, wenn es nicht gelingt, sie in einer gerechten Ordnung zum Ausgleich zu bringen. Genügt unsere Bodenordnung diesen Anforderungen? Kann man von den bestehenden Regelungen des Zugangs, des Eigentums und der Nutzungsrechte, von der Verteilung und der Boden-Preisbildung eine nachhaltige Bodennutzung erwarten?

#2 Donnerstag, 11. Mai 2017 um 18:30 Uhr
Prof. Dr. Dirk Löhr, Hochschule Trier
Bodenunrecht und Besteuerung
Aspekte von Eigentum und Verteilung

Immobilienpreise und Mieten sind in den letzten Jahren vor allem in den Agglomerationen beträchtlich gestiegen. Dennoch gilt Deutschland im internationalen Vergleich noch als ein Land mit einem moderaten Preisniveau für Immobilien. Auf der anderen Seite belegt Deutschland innerhalb der OECD hinsichtlich der Abgabenbelastung eine Spitzenposition. Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem moderaten Immobilienpreisniveau, der hohen Abgabenbelastung, der niedrigen Eigentumsquote und der hohen Ungleichheit in Deutschland, speziell bezüglich der Vermögensverteilung? Der Vortrag beleuchtet diese Zusammenhänge im Kontext der Bodennutzung aus einer geoklassischen Perspektive der Ökonomie, die in Deutschland so gut wie unbekannt ist.

#3 Donnerstag, 8. Juni 2017 um 18:30 Uhr
Dr. Dieter Hoffmann-Axthelm, Berlin
Flächenkosten und lokale Selbstverwaltung
Ein Zukunftskapitel für die Stadt von heute

"Ausgangspunkt des Vortrag sind meine Arbeiten zur kommunalen Selbstfinanzierung und zur, für die Haftung des Konzepts unumgänglichen Lokaldemokratie. Ich werde versuchen, das überaus komplexe Thema knapp zu halten und es, so weit ich kann, auf die Folgen für Stadtentwicklung, Stadtplanung und Architektur zu öffnen."

#4 Donnerstag, 13. Juli 2017 um 18:30 Uhr
Prof. Dr. Fabian Thiel, Frankfurt/M.
Eigentum verpflichtet: nicht beim Boden?
Zur Konzeptionalisierung einer unterschla­genen Bestimmung in der Stadtplanung

Verpflichtet Bodeneigentum, wie es Art. 14 Abs. 2 Grundgesetz postuliert? Wenn ja, zu was und an wen richtet sich diese Pflichtigkeit? Auffällig ist, dass es in Deutschland an einer „land policy“ mangelt, die einen übergreifenden Gesamtrahmen für die Nutzung des Bodens gibt. Viele Staaten haben ein solches Grundsatzdokument mit Aussagen zu Gemeinwohlorientierung und Maßnahmen gegen Bodenspekulation. Welche Folgerungen ergeben sich für die Innenentwicklung? Wäre Stadtplanung einfacher, wenn es statt privatem Bodeneigentum nur Bodenleasingsysteme gäbe?

#5 Donnerstag, 20. Juli 2017 um 18:30 Uhr
Podiumsdiskussion: Stecken die Potenziale im Boden?
Prof. Dr. Alain Thierstein, TU München, Fakultät für Architektur
Christian Stupka, GIMA, München
Tim v. Winning, Baubürgermeister Stadt Ulm
Moderation: Dr. Thomas Welter, Bundesgeschäftsführer BDA, Berlin


Idee und Konzeption: Christian Bodensteiner, EBB


Diskussion und Buchpräsentation: Von der Notunterkunft zum kostengünstigen Wohnungsbau

Das TUM low cost lab ist Mitorganisator der Buchpräsentation und Diskussion zur Publikation „Handbuch und Planungshilfe: Flüchtlingsbauten“, die im Vorhoelzer Forum der Fakultät für Architektur stattfindet. Mit ihrem Handbuch legen die Autoren Yasser Shretah und Lore Mühlbauer – ehem. Gastreferentin der Vorlesungsreihe „Neue Werkstoffe - low cost“ im WS 16/17– eine Planungshilfe für das aktuelle Thema Flüchtlingsbauten vor. Die Integration verschiedener Bevölkerungsgruppen ist keine neue stadtplanerische Fragestellung, sie hat aber durch die europäische Flüchtlingsdebatte an Brisanz gewonnen. Diese Publikation leistet einen wichtigen Beitrag, indem sie die bislang als eigenständige Bauaufgabe kaum thematisierte Planung und Errichtung von Unterkünften für Asylbewerber, Flüchtlinge und Migranten zum Gegenstand der Betrachtung macht. Zu Wort kommen Architekten und Stadtplaner, aber auch Juristen, Soziologen, Historiker, Landschaftsarchitekten und Literaten.

Präsentation:
Dr. Lore Mühlbauer (Architektin und Mitherausgeberin) und Yasser Shretah (Architekt und Mitherausgeber)

Diskussion:
Cornelius Mager (Jurist und Leiter LBK München),
Roman Dienersberger (Architekt, Regierung von Oberbayern, SGL Wohnungswesen),
Robert Kern (Architekt, Fahrenzhausen),
Manfred Gerstberger (Architekt, München),
Melanie Karbasch (Architektin, Salzburg)
Zudem werden zwei Vertreter der Asylsuchenden, der Architekt Qais M. aus Syrien und der Journalist Ali Majidi aus dem Iran anwesend sein, die am Buch beteiligt waren.

Moderation: Dr. Philipp Meuser (Architekt und Verleger)

Termin: 21.03.2017, 18.30h

Ort: Vorhoelzer Forum der Fakultät für Architektur
TU München
Arcisstr. 21
80333 München


Theodor Hugues – Bauen und Lehren

Blick von Süden auf das Rudolf-Alexander-Schröder-Haus der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde in Bergen im Chiemgau, 1974, © Michael Gaenßler, München

Anlässlich des 80. Geburtstages von Prof. Theodor Hugues laden der Lehrstuhl für Baukonstruktion und Baustoffkunde, Prof. Florian Musso, in Kooperation mit dem Architekturmuseum der TU München zur Ausstellung »Theodor Hugues – Bauen und Lehren« in die Baustoffsammlung der Fakultät für Architektur der TUM ein.  

Theodor Hugues steht in der Nachfolge der zweiten Generation der »Münchner Architekturschule«, die mit Namen wie Hans Döllgast, Josef Wiedemann, Franz Hart, Werner Eichberg und Johannes Ludwig verbunden ist. Als Professor für Entwerfen, Baukonstruktion und Baustoffkunde unterrichtete Hugues 23 Jahre von 1979 bis 2002 an der Fakultät für Architektur. Seine Lehre trug maßgeblich zur soliden konstruktiven und baustoffkundlichen Ausbildung angehender Architektinnen und Architekten bei. Die Beherrschung der konstruktiven Durchgestaltung eines Entwurfs, das spezifische Qualitätsmerkmal der Münchner Schule, das weit über die Grenzen Bayerns über Jahrzehnte Maßstäbe setzte, ist eng mit seinem Namen verbunden. Außerdem legte er eigene Schwerpunkte, vor allem in der Raumkunst. Für gute Lehre wurde Hugues 1998 mit der Karl Max von Bauernfeind-Medaille ausgezeichnet.

Grundlage und Glaubwürdigkeit von Hugues’ Lehre liefern seine beispielgebenden Bauten, die oft für die evangelische Kirche entstanden, wie das 1975 mit dem BDA-Preis prämierte Rudolf-Alexander-Schröder-Haus in Bergen (1974; 2014), das als ein Schlüsselwerk für Hugues’ Auffassung einer material- und werkgerechten Architektur gelten kann, oder die Jugendtagungsstätte in Michelrieth (1983/84), für die er 1986 den Deutschen Holzbaupreis erhielt. Auch mit den Institutsbauten der Medizintechnik in Garching (2000–2004) steht Hugues in der Tradition von Münchner Architekturprofessoren, die für die TUM planten und bauten.  

Die Ausstellung gibt anhand von Fotografien, Modellen und einigen Originalzeichnungen einen Einblick in das eindrucksvolle Schaffen einer – trotz hoher fachlicher Auszeichnungen wie der Heinrich Tessenow-Medaille in Gold (1991) oder dem Bayerischen Architekturpreis (2009) – stets bescheiden gebliebenen liebenswerten Lehrer- und Architektenpersönlichkeit.
 
Vernissage
Mittwoch, 18.1.2017, 18.00 Uhr

Ausstellungsdauer
19.1.–25.1.2017,
Mo-Fr: 15.00–18.00 Uhr  

Ort
TUM Baustoffsammlung, Nordgelände, N0160 (U-Trakt, Erdgeschoss, östliche Brücke)
Lageplan  

Förderer
Fakultät für Architektur, Technische Universität München
Bund Deutscher Architekten – BDA Bayern
Bayerische Architektenkammer
Ziegel Zentrum Süd e.V.
Schnitzer&


Vortragsreihe Neue Werkstoffe - low cost


„low cost Bauten und Pavillions“

Ausstellung „Kunst und Architektur “
Arbeiten von Markus Heinsdorff und Ergebnisse eines Workshops zum Thema
in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität München
EBB Lehrstuhl für Baukonstruktion und Baustoffkunde

Installation „space ship“
Kunst- Architekturinstallation vom 29.11-14.12.2016 vor der Pinakothek der Moderne
in Zusammenarbeit mit dem Architekturmuseum der Technischen Universität München

Startschuss „low cost lab“
Wir freuen uns den Start des  „low cost lab“ mit Ihnen zu feiern.
Das Lab ist ein gemeinsames Projekt von Markus Heinsdorff und
EBB Lehrstuhl für Baukonstruktion und Baustoffkunde, Fakultät für Architektur.

Vernissage
29.11.2016, 19.00h

Ausstellung
30.11 - 04.12.2016

Wo
Immatrikulationshalle TUM
Arcisstraße 21, 80333 München

Öffnungszeiten
14.00 -19.00h


Ausstellung und Buchpräsentation Natursteinführer München

Die Verwendung von Naturwerksteinen in der Münchener Innenstadt ist schon seit Prof. Franz Hart ein Thema der traditionsreichen Baustoffsammlung der Architekturfakultät der Technischen Universität München. Nun steht eine neue stark erweiterte Auflage des Natursteinführers Münchens bereit und wird der interessierten Öffentlichkeit präsentiert. Zu sehen ist die Ausstellung zu Arten, Bearbeitung und Vorkommen von Naturwerkstein im Rahmen der Baustoffsammlung und dazu eine Fotostellung zum Thema des Buches.

Vernissage
14.10.2015, 17.30h

Ausstellung
15.10.- 05.11. 2015

Wo
TUM Baustoffsammlung Raum N0160
Theresienstraße 90

Öffnungszeiten
Montag bis Donnerstag von 13.30-17.00h